Überbrückungshilfe III des Bundes (inkl. Neustarthilfe)

Aktualisiert am 18.11.2020

Kurz und knapp

Die Überbrückungshilfe fördert Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie besonders betroffen sind. Dabei handelt es sich um unbürokratische und schnelle Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Einreichen Ihres Antrags!

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Genaue Details zur Überbrückungshilfe III and Neustarthilfe werden noch bekanntgegeben. Anträge sind bisher nur für die Überbrückungshilfe II möglich.

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Wer ist antragsberechtigt?

Die Details zur Überbrückungshilfe III werden zeitnah bekannt gegeben. Hier wird es weitere Verbesserungen geben, z. B. bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen oder auch Kosten für Abschreibungen. Bei der Höhe sind anstelle von bislang max. 50.000 Euro pro Monat künftig bis zu max. 200.000 Euro pro Monat Betriebskostenerstattung möglich. 

Für die Neustarthilfe antragsberechtigt sind Soloselbstständige, die ansonsten keine Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe III beanspruchen oder beanspruchen können und die im Bezugszeitraum (in der Regel das Jahr 2019) mindestens 51 Prozent ihres Einkommens aus selbstständiger Erwerbstätigkeit erzielt haben.

Die volle Betriebsbeihilfe wird gewährt, wenn der Umsatz des selbstständig Erwerbstätigen im Siebenmonatszeitraum von Dezember 2020 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem siebenmonatigen Referenzumsatz im Jahr 2019 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen ist.

Wie berechnet sich die Förderung?

Die Betriebskostenpauschale beträgt einmalig 25 Prozent des siebenmonatigen Referenzumsatzes, jedoch nicht mehr als 5.000 Euro.

Für die Ermittlung des Referenzumsatzes im Jahr 2019 wird der durchschnittliche Monatsumsatz des Jahres 2019 zugrundegelegt (Referenzmonatsumsatz). Der Referenzmonatsumsatz beträgt das Siebenfache dieses Referenzmonatsumsatzes.

Betroffene, die ihre Selbständigkeit nach dem 1. Oktober 2019 aufgenommen haben und daher keinen Jahresumsatz für 2019 ausweisen können, können entweder den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 oder den durchschnittlichen Monatsumsatz des 3. Quartals 2020 (1. Juli bis 30. September 2020) als Referenzmonatsumsatz wählen.

Die Neustarthilfe ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundversorgung und ähnliche Leistungen anzurechnen.

Sollten die Verkäufe während der Laufzeit des Programms entgegen den anfänglichen Erwartungen 50 Prozent des siebenmonatigen Referenzumsatzes übersteigen, sind die Vorauszahlungen anteilig zurückzuzahlen.

Bei einem Umsatz zwischen 50 und 70 Prozent ist ein Viertel der Neustarthilfe zurückzuzahlen, die Hälfte bei einem Umsatz zwischen 70 und 80 Prozent und drei Viertel bei einem Umsatz zwischen 80 und 90 Prozent. Liegt der erzielte Umsatz über 90 Prozent, muss die Neustarthilfe vollständig zurückgezahlt werden. Liegt die so errechnete Rückzahlung unter einem Bagatellbetrag von 500 Euro, ist keine Rückzahlung erforderlich.

Beispiel: Bei einem durchschnittlichen Umsatz von 75 Prozent während des Förderzeitraums müsste ein selbständig Erwerbstätiger, der 4.375 Euro Neustarthilfe erhalten hat, die Hälfte davon zurückzahlen.

Die Begünstigten müssen nach Ablauf des Förderzeitraums durch Selbstprüfung eine Endabrechnung vorlegen. Im Rahmen dieser Selbstprüfung sind allfällige Einkünfte aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit dem Umsatz aus selbständiger Tätigkeit hinzuzurechnen. Fällige Rückzahlungen müssen bis zum 31. Dezember 2021 unaufgefordert an das Förderungsamt gemeldet werden. Zur Bekämpfung von Subventionsbetrug werden Überprüfungen durchgeführt.

Welchen Zeitraum umfasst der Antrag?

Die Überbrückungshilfe III, inklusive der Neustarthilfe, soll ab 1. Januar 2021 gelten. Sie soll als Vorschuss ausbezahlt werden, auch wenn die konkreten Umsatzverluste im Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 bei Antragstellung noch nicht feststehen.

Aufgrund der notwendigen technischen Programmierung und Abstimmung mit den Bundesländern und der EU-Kommission können Anträge bereits wenige Wochen nach Programmstart im neuen Jahr gestellt werden. Die Einzelheiten des Antrags werden voraussichtlich in den nächsten Wochen festgelegt.

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